Warum das Fibromyalgie-Syndrom ganzheitlich behandelt werden muss

Praxis für Naturheilkunde Melanie Scheibe Heilpraktikerin

Das Fibromyalgie-Syndrom (FMS) ist eine vielschichtige, chronische Erkrankung, die für Betroffene stark belastend ist. Charakteristisch sind chronische und diffuse Schmerzen, ausgeprägte Erschöpfung (Fatigue) sowie Schlafstörungen

 

Darüber hinaus können zahlreiche weitere körperliche und psychische Beschwerden auftreten, die sich in ihrer Intensität und Ausprägung individuell stark unterscheiden. Dazu zählen zum Beispiel: Migräne, Konzentrations- und Gedächtnisprobleme („Fibro-Fog“), Herzrhythmusstörungen oder Herzstolpern, Allergien, Verdauungsprobleme und Reizdarmsyndrom, depressive Verstimmungen, Antriebslosigkeit, Angst- und Panikgefühle, u.s.w. – die Liste der möglichen Beschwerden ist lang. 

 

Diese Vielzahl an Symptomen macht deutlich, wie umfassend das Fibromyalgie-Syndrom Körper und Psyche beeinflussen kann und warum eine ganzheitliche Betrachtung der Erkrankung besonders wichtig ist. 


Das PNEI-Modell

Es ist wichtig zu verstehen, dass die physiologischen Abläufe im menschlichen Körper vernetzt sind. Darüber hinaus bestehen Verbindungen und Wechselwirkungen zwischen Körper und Psyche (altgriech. für „Seele“). Wissenschaftlich untersucht wird dieses Phänomen auf dem Gebiet der Psycho-Neuro-Endokrino-Immunologie (PNEI-Modell). Ein Wortungetüm, aber dieses Modell könnte als eine weitere Erklärung für die verschiedenen Symptome von Fibromyalgie durchaus Sinn machen. 

 

Der Begriff setzt sich aus vier Bereichen zusammen: Psycho steht für Gedanken, Gefühle, Stress und emotionale Belastungen. Neuro beschreibt das Nervensystem, insbesondere das vegetative Nervensystem mit Sympathikus und Parasympathikus. Endokrino bezieht sich auf das Hormonsystem, etwa Stress-, Schlaf- und Glückshormone. Immunologie meint das Immunsystem mit seinen Abwehr- und Entzündungsprozessen.

 

Das PNEI-Modell geht davon aus, dass diese Systeme ständig miteinander kommunizieren. Gerät eines davon aus dem Gleichgewicht, beeinflusst dies automatisch die anderen. Besonders chronischer Stress spielt dabei eine zentrale Rolle, wobei anhaltende psychische Belastungen zu einer dauerhaften Aktivierung des Nervensystems führen. Der Körper steckt dann im „Alarmmodus“. In der Folge verändert sich die Hormonsteuerung, insbesondere die sogenannte Stressachse. Hormone wie Cortisol und Adrenalin geraten aus dem Gleichgewicht. Aber auch das Schlafhormon Melatonin und das sogenannte Glückshormon Serotonin  können betroffen sein. Dies kann Schlafstörungen, Erschöpfung, Stimmungsschwankungen und eine erhöhte Schmerzempfindlichkeit begünstigen. Gleichzeitig reagiert auch das Immunsystem: Es kommt zu unterschwelligen, chronischen Entzündungsprozessen oder zu einer Überempfindlichkeit gegenüber eigentlich harmlosen Reizen.

 

So entsteht ein Teufelskreis: Stress verstärkt Schmerzen, Schmerzen erhöhen wiederum den Stress. Schlafmangel verschlechtert die Hormonregulation, Entzündungen fördern Müdigkeit und depressive Verstimmungen. 

 

Das PNEI-Modell beschreibt also, wie eng Psyche, Nervensystem, Hormonsystem und Immunsystem miteinander verbunden sind – und warum chronische Krankheiten wie Fibromyalgie häufig aus einer komplexen Fehlregulation dieser Systeme entstehen. Es macht auch deutlich, warum rein symptomorientierte Therapien oft nicht ausreichen und warum ein ganzheitlicher Behandlungsansatz so wichtig ist.

Auf die Vernetzungen kommt es an

Das PNEI-Modell ist ein wichtiges Modell, um ursachenorientiert chronische Erkrankungen wie das Fibromyalgie-Syndrom zu behandeln. Stress ist ein wichtiger Faktor bei diesen Überlegungen, aber nicht der Einzige. Auch andere Ursachen wie zum Bespiel Magen-Darm-Erkrankungen können unabhängig von Stress am Anfang einer Ursachenkette stehen. 

 

Um beim Bespiel der Magen-Darm-Erkrankungen zu bleiben: Durch Verdauungsprobleme und mögliche Darmschleimhautschäden oder/oder Dysbiosen können langfristig Vitamin- und Nährstoffmängel entstehen, wodurch wichtige Bausteine in der Herstellung von Hormonen, Enzymen und Neurotransmittern fehlen. Ebenso können chronische Verspannungen durch Magen-Darm-Erkrankungen reflektorisch zu muskulären Verspannungen im Wirbelsäulenbereich führen und zum Beispiel Rückenschmerzen und Schmerzen im Schulter-Nacken-Bereich auslösen. Das geht auch in die andere Richtung: Muskuläre Verspannungen oder fasziale Verklebungen im Rückenbereich können Magen-Darm-Erkrankungen auslösen.

 

Sie sehen also, dass die physiologischen Systeme im menschlichen Körper immer vernetzt sind. Diese ganzheitliche Sicht ermöglicht eine tiefe und ursachenorientierte Behandlung von Fibromyalgie und chronischen Erkrankungen.

 

 

 

 

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