Das Fibromyalgie-Syndrom – der lange Weg zur Diagnose

Praxis für Naturheilkunde Melanie Scheibe Heilpraktikerin

Das Fibromyalgie-Syndrom (FMS) ist eine komplexe Erkrankung, die viele Betroffene vor eine lange Leidensgeschichte stellt. Sie leiden unter chronischen Schmerzen, Erschöpfung und Schlafstörungen – und doch bleibt die Diagnose oft lange unklar. Der Grund: Es gibt keinen Bluttest und keine bildgebende Untersuchung, die die Erkrankung eindeutig nachweisen kann. Auf Grund dessen ist die Diagnosestellung nicht einfach und dauert nicht selten 5 – 7 Jahre oder länger.

 

Lange Zeit wurde die Erkrankung den rheumatischen Erkrankungen zugeordnet und als Weichteilrheumatismus betrachtet. Da die Betroffenen aber unter einer Vielzahl von Symptomen leiden, geht man aktuell bei der Diagnosestellung differenzierter vor. Heutzutage stützt sich die Diagnose auf klare Kriterien des American College of Rheumatology (ACR), die weltweit als Standard gelten.

Was ist Fibromyalgie überhaupt?

 

Beim Fibromyalgie-Syndrom handelt es sich um einen chronischen Schmerzzustand, wobei Schmerzen diffus und regional nicht begrenzt, wandernd und mit unterschiedlicher Stärke, auftreten. Häufig werden die Schmerzen als „im ganzen Körper“ beschrieben. Darüber hinaus können noch viele andere Beschwerden, die sowohl den Körper (z.B. Magen-Darm-Beschwerden) als auch die Psyche (z.B. depressive Verstimmung) betreffen können, vorkommen.

 

Wichtig zu wissen ist, dass die Fibromyalgie weder eine psychische Erkrankung noch eine klassische rheumatische Erkrankung ist. Das bedeutet, sie verursacht keine Gelenkzerstörungen oder sichtbaren Veränderungen im Körpergewebe. Vielmehr liegt eine Fehlverarbeitung von Schmerzsignalen im Nervensystem vor (Verarbeitungsschmerz - noziplastischer Schmerz) – das Gehirn reagiert überempfindlich auf Reize, die bei anderen Menschen kaum Schmerzen auslösen würden.

Warum keine Blut- oder Bilddiagnostik weiterhilft

 

Viele Betroffene wünschen sich einen klaren Laborwert oder ein MRT-Bild, das endlich erklärt, woher ihre Schmerzen kommen. Doch bei Fibromyalgie ist das nicht möglich:

  • Blutuntersuchungen zeigen keine Entzündungswerte oder Marker für Muskelschäden.
  • Röntgen, MRT oder Ultraschall bleiben unauffällig.
  • Auch Nervenleitmessungen ergeben keine Auffälligkeiten.

 

Fibromyalgie ist also eine funktionelle Störung, keine strukturelle. Das macht sie schwer greifbar, gerade weil keine messbare Entzündung, sichtbare Verletzung oder andere organische Ursache gefunden werden kann.  Für die Betroffenen sind die Schmerzen in Muskeln, Sehnen und Gelenken dennoch sehr real und belastend und können die Lebensqualität massiv beeinträchtigen.

Die ACR-Kriterien – Grundlage der Diagnose

 

Um die Diagnose objektiv und nachvollziehbar zu machen, hat das American College of Rheumatology (ACR) bereits 1990 offizielle Kriterien entwickelt – und diese später modernisiert.

 

Die klassischen Kriterien von 1990

 

Damals galt Fibromyalgie als gesichert, wenn:

  • Chronische Schmerzen länger als drei Monate bestehen,
  • und bei Druck auf mindestens 11 von 18 sogenannten Tender Points Schmerzen auftreten.

 

Diese Methode war hilfreich, aber unvollständig, weil sie andere Symptome – wie Erschöpfung und Schlafprobleme – nicht berücksichtigte.

 

Die modernen ACR-Kriterien von 2010/2016

 

Heute nutzt man zwei Bewertungsinstrumente:

  • Widespread Pain Index (WPI): Anzahl der Körperregionen mit Schmerzen (0–19 Punkte)
  • Symptom Severity Score (SSS): Schwere von Müdigkeit, Schlafstörungen, Konzentrationsproblemen und anderen Symptomen (0–12 Punkte)

 

Eine Fibromyalgie gilt als wahrscheinlich, wenn der WPI ≥ 7 und der SSS ≥ 5 sind oder der        WPI zwischen 3–6 und der SSS ≥ 9 liegt. Zudem müssen die Beschwerden seit mindestens drei Monaten bestehen und nicht ausreichend durch körperliche Erkrankungen erklärbar sein. Andere Erkrankungen, die ähnliche Symptome zeigen  wie z.B. rheumatische Erkrankungen, Virusinfektionen, Schilddrüsenerkrankungen, u.a., müssen abgeklärt und ausgeschlossen worden sein.

Fazit

 

Die modernen ACR- Kriterien machen die Diagnose objektiver, ganzheitlicher und individueller. Fibromyalgie ist keine Einbildung, keine Depression und kein Rheuma – sondern eine eigenständige, anerkannte Erkrankung, die komplex ist und leider häufig erst spät diagnostiziert wird. 

 

 

 

Sie leiden unter der Erkrankung Fibromyalgie und suchen eine ganzheitliche Behandlung, um ihre Schmerzen und Beschwerden zu lindern? Rufen Sie mich an oder buchen Sie ein kostenfreies telefonisches Erstgespräch um sich über meine Behandlung zu informieren.

 

Ich freue mich über Ihre Kontaktanfrage! Vereinbaren Sie jetzt einen Termin für ein kostenfreies 15 minütiges Erstgespräch.

Sie haben Fragen und möchten mich kennen lernen?

Praxis für Naturheilkunde Melanie Scheibe Heilpraktikerin

 

Praxis für Naturheilkunde Melanie Scheibe

Siedlung 36

06712 Kretzschau/OT Kirchsteitz

Tel-Nr.: 034425/301269   

E-mail: info@naturheilkunde-scheibe.de

Wir benötigen Ihre Zustimmung zum Laden der Übersetzungen

Wir nutzen einen Drittanbieter-Service, um den Inhalt der Website zu übersetzen, der möglicherweise Daten über Ihre Aktivitäten sammelt. Bitte überprüfen Sie die Details in der Datenschutzerklärung und akzeptieren Sie den Dienst, um die Übersetzungen zu sehen.